Oh, Lord Slogar, what happened to you? You are plagued by the pox? What a tragedy.
And you Balthazar, unpleasent dog of my neighbours, you have such a nice time by a picnic in the park, that you forgot that terrible event where you was pierced by porcupines.

Die Welt ist manchmal grausam, doch wirklich schlimm ist sie für die armen Familien des düster-morbiden Kartenspiels Gloom. Sie werden von Geistern erschreckt, von Krankheiten und Unfällen geplagt oder verspottet und gedemütigt. Am Ende sterben sie einsam und verlassen einen grausamen Tod.

Und den Spieler freut’s. Denn in Gloom geht es darum seine fünf Familienmitglieder möglichst unglücklich unter die Erde zu bekommen. Sie alle sind düstere Exzentriker, wie die diminutive Diva Tumblelisa (Das Spiel strotzt vor Alliterationen) oder gefährliche Soziopathen wie die Wellington-Zwillinge. Gleichzeitig kann man das Leben der anderen Familien mit schönen Dingen wie dem Picknick aus dem Beispiel oben angenehmer gestalten, was aber selten begeistert aufgenommen wird.

Gloom

Gloom

Jeder Spieler hat fünf Familienmitglieder vor sich ausliegen und versucht diese durch das Ausspielen von Karten möglichst unglücklich zu machen und dann schnell ins letzte Hemd zu kleiden. Neben dem ungewöhnlichen Thema hat das Spiel etwas ganz Besonderes: Transparente Spielkarten.

Die Karten sind auf Plastikfolien gedruckt, so dass man sie aufeinander legen und mit der Zeit Effekte überdecken kann. Neben dem Kartennamen/Storyelement oben und dem Kartentext unten befinden sich links des Charakterportraits drei Kreise, auf denen man positive und negative Werte finden kann. Diese zeigen an wie (un-)glücklich das Familienmitglied ist. Je geringer der Wert, desto besser für den Spieler.
Neben diesen Karten, die man auch auf die Figuren der anderen Mitspieler spielen kann gibt es noch Rest-in-Peace-Karten, welche einen Charakter sterben lassen (was aber nur als die erste von zwei Aktionen möglich ist) und Aktionskarten, die spezielle Aktionen ermöglichen.

Das Spiel geht so lange, bis alle Mitglieder einer Familie verschieden sind. Dann wird geschaut welche Familie das schlimmste Schicksal erleiden musste.

Gloom

Gloom

Zugegeben, das Thema muss man mögen. Es ist bitterböse und von derart schwarzem Humor, wie ich meinen Espresso mag (plus zwei Stück Zucker). Für alle, die durch das Thema nicht abgeschreckt sind und das Spiel auch auf Englisch spielen würden ist Gloom ein lustiger Ausflug in eine morbide Welt mit skurilen Charakteren.

Ich persönlich hatte bisher viel Spaß in den Runden, die ich gespielt habe. Man muss die Geschichte des eigenen Charakters natürlich forterzählen und nicht einfach die Karten ausspielen, weswegen es nicht für jede Gruppe geeignet scheint.

Weiterführende Links:

Gloom bei BoardGameGeek

Gloom bei Wil Wheatons Tabletop