Heute ist der letzte Tag der Spielemesse. Die Spielträumer sind aber weitgehend schon wieder zu Hause und arbeiten daran, hier kurze Eindrücke zu den Spielen zu geben, die wir auf der Messe oder an den Abenden im Hotel spielen konnten. Der Beitrag wird veröffentlicht, sobald wir unsere Statements zusammengetragen haben. Falls sich jemand wundert, dass die “großen Spiele” der großen Verlage dabei (noch) kaum vertreten sind, erklärt sich das anhand zweier Gründe: zum einen werden diese Spiele bald auch im Spieltraum zu spielen sein und zum zweiten muss man dann dafür nicht lange warten, um mal einen Spieltisch dafür zu erwischen! So haben wir uns treiben lassen und Spiele ausprobiert, bei denen es keine erwartungsvollen Warte-Crowds gab, oder die einfach durch Vorbestellung oder Impulskauf in unseren Taschen gelandet sind :-)! A propos Taschenkontrolle … vielleicht mag ja jemand schreiben, welche Spiele den Weg nach euch zu Hause gefunden haben!

Bei mir sind es:

  • Dragonscroll
  • Wir sind das Volk!
  • Uruk 2
  • Spellcaster
  • Arcadia Quest
  • Legenden von Andor: Kampf um Cavern – Bonus Legende

Andreas summa summarum:

ich bin fasziniert davon, wie sich die messe von Jahr zu Jahr sich evolutioniert. Irgendwie ist es immer wieder anders. Durch die Internationalisierung gibt es jetzt ja so viele Spiele, das man überhaupt nicht mehr hinterher kommt. Mir macht das im Moment aber auch gar nicht so viel aus, da ich noch hoffe, dass die „Crowd-Intelligenz“ schon die wichtigen Spiele herausheben wird. Ingo und ich hatten uns gesagt, dass wir uns die Spiele, die Malte mit Sicherheit später haben wird, im Spieltraum holen, und wir beschränken uns möglichst nur auf Sachen, die einem direkt in Auge springen, oder evtl. später etwas schwerer zu bekommen sind.

Persönlich entferne mich ja auch immer mehr von den Spielen, wie Die Staufer, Aquasphere (furchtbare Optik, die lädt nicht im geringstem zum Spielen ein) oder auch Orleans. Ich geh immer mehr dazu mir Spiele zu holen, die ein starkes, ungewöhnliches Thema haben, auch wenn das Spiel dann evtl. nicht ganz so durchdacht ist. Letztes Jahr war das z. B. Rampage aka Terror in Meeple City. Dieses Jahr sind es dementsprechend auch sehr thematische Spiele geworden, wie:

  • Die Alchimisten – Da finde ich die App-Integration äußerst gelungen, da die App mehr Werkzeug ist als tragendes Spielelement. Vom Spiel her geht es schon stark in Richtung Dungeon Lords/Dungeon Pets
  • Battle at Kembles Cascade – Als jemand der mit dieser Art Computerspielen gross geworden ist, ist das Spiel einfach der Hammer. Bis jetzt auch mein Highlight. Ich habe da aber auch etwas die rosarote Brille auf 🙂
  • Luchador – Es macht einfach Eindruck, wenn die Leute die das Spiel erklären mit vollem Einsatz dabei sind. Ich find das super umgesetzt und wirklich witzig, und das obwohl ich für Wrestling null, nada, nix über habe. Das Spiel erinnert mich stark an King of Tokyo/New York
  • King of New York – Brauch ich keine Worte drüber verlieren oder? 😉
  • MacJohnny’s – Space Cadets als Pizzalieferdienst verkleidet. Mir hat’s gefallen. Ist aber auch wohl das schwächste Spiel meiner Essen-Errungenschaften.
  • Medina – Hatte ich noch nicht und die Neuauflage mit dem Brunnen sieht einfach fantastisch aus.
  • Die Schlösser von König Ludwig – Ich mochte Suburbia schon unheimlich gerne und bin vom Thema „Schlossbau“ total geflasht. Bin schon sehr gespannt wie sich dieses hier spielen wird.
  • Among the Stars – Mag Seven Wonders recht gerne und habe mich von verschiedenen Videorezensenten beeinflussen lassen und hatte das „gebacken„. Bin auch schon sehr gespannt, wie ich das finde.

Vor Essen gab es schon…

  • Black Fleet – Ich weiß, dass ich mich damit auch für mich zu weit aus dem Fenster lehne, aber das Spiel ist genau das, was ich mir von „Korsaren der Karibik“ gewünscht habe. Aber unterschreiben könnte ich die Aussage nicht. Klingt unlogisch, ist aber so. 😉
  • Krosmaster Arena – Das ist ja alles so niedlich, aber gespielt habe ich es noch nicht.
  • Abyss – Vom Thema erst für mich uninteressant, beim Spielen dann aber festgestellt: „WOW“, das macht ja echt Laune, und das Thema ist auch irgendwie stimmig und gut. (deswegen bleibt es aber immer noch draufgesetzt) Man ist in dem Spiel irgendwie immer am dabei, kaum Downtime. Ein „Decision-making©®™“-Game
  • Five Tribes – Scheiß auf AP. Ich bin ein Aus-dem-Bauch-Spieler, und glücklicherweise die meisten meiner Mitspieler auch. Das Entdecken toller Züge macht in dem Spiel einfach Spass. Erinnert mich dezent an Istanbul und gefällt mir auch besser. (Istanbul gefällt mir sehr gut)
  • Star Realms – *BÄM!!* Hätte nicht gedacht, dass mich ein Deckbuilding-Spiel mal wieder hinter dem Ofen hervorlocken könnte. Deckbuilding auf den Punkt gebracht. Klasse.
  • Machi Koro – Das ist ja wie Siedler nur anders. So schon für eine schnelle Runde zwischendurch gut. Mit der 10-Stapel-Aufdeck-Regel besser.
  • Panamax – Thema! Es ist einfach anders als viele andere Spiele. Auch hier gilt für mich: Scheiß auf die Scheiß-Regel. Scheiß auf Unzulänglichkeiten. Das Thema macht es wett.
  • L’Aéropostale – Siehe Panamax 😉
  • 1st & Goal – Ich mag einfach Sportspiele. Und dieses ist so herrlich einfach, außer man ist nicht ganz regelfest beim American Football.

Soviel zu meinem Essen-Fazit 🙂

(Wie Ihr ja schon bemerkt habt, hab ich mich hier etwas zurück ziehen müssen, da sich bei uns, wie ja auch schon den meisten ja bekannt ist, Nachwuchs ankündigt. Das veschlingt auch schon im Vorfeld ein wenig Zeit und Kraft, die dann dem Engagement hier fehlt. Alles bleibt anders. Und wie Paulchen Panther schon immer sagte: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm wiederkeine Frage!“)